Noni
 
 
 

 

Der Noni-Baum, Morinda Citrifolia, gehört zur Familie der Rubiaceen. Diese sind mit fast 7.000 Arten in rund 500 Gattungen weltweit verbreitet, überwiegend in den Tropen. Bekannte Verwandte dieser Pflanzenfamilie sind z. B. der Kaffeestrauch, der Chinarindenbaum, die Brechwurz, sowie die gerne als Zimmerpflanzen gehaltene Korallenbeere und der Jasmin. Die in Europa heimischen Verwandten sind verschiedene Arten des Waldmeisters und die Laubkräuter, welche ebenfalls als Heilkräuter anerkannt sind.

Morinda citrifolia ist ein immergrüner Busch oder auch kleiner Baum mit bis zu 10 Metern Höhe. Er hat große, einfache, stark glänzende, dunkelgrüne Blätter und kleine, weiße Blüten. Diese sammeln sich in dichten runden Köpfen, haben meist 4-5 Blütenblätter und riechen sehr angenehm. Deswegen werden sie auch zur Teezubereitung gerne genutzt. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, aber auch durch den Wind. Der Noni-Baum, auch Indischer Maulbeerbaum genannt, ist sehr widerstandsfähig und erreicht ein hohes Alter. Bei den Eingeborenen der polynesischen Inseln heißt es, er werde wesentlich älter als ein Mensch. Ein Grund dafür liegt darin, dass Morinda citrifolia weder von Schädlingen noch von Krankheiten befallen wird.

Der Baum hat in seiner Geschichte eine Reise von Indien, Süd-Ost-Asien bis in die Pazifikregion, das Inselparadies der Südsee, gemacht. Dort ist er seit langer Zeit fester Bestandteil der Kultur. Diese Ausbreitung und Wanderung ist dadurch zu erklären, dass Siedler auf dem Weg zu ihrer neuen Heimat nicht auf den Baum und dessen verehrte Frucht verzichten wollten. Ein feuchtes und warmes, also tropisches Klima ist nötig, damit Morinda Citrifolia blühen kann. Aber auch an schattige Wälder, felsiges und sandiges Gebiet, ist der Noni-Baum fähig sich anzupassen.

 

 

 

Noni-Baum

 

Blätter